Die Story


Im Februar 2019 besuchte ich die Kakaocommunity Ayeu in der Eastern Region in Ghana zum ersten Mal. Owusu brachte mich auf dem Motorrad aus der nächst-gelegenen Stadt Suhum durch die Kulturlandschaft über einen einigermaßen befahrbaren Lehmpfad bis zum Flussufer. Von dort aus mussten wir ein kurzes Stück zu Fuß zum Wasser laufen und den Fluß über Felsen und ein Holzbrett überqueren. Ein kleines Stück weiter oben liegt das malerische afrikanische Lehmhüttendorf.

Unglaublich, aber der einzige Zugang zum Dorf Ayeu führt über das Holzbrett über den Fluss Kua! Es gibt keine Möglichkeit, direkt mit dem Auto oder Motorrad zu den Häusern zu gelangen. Im Dorf gibt es keinen Supermarkt und auch keinen Arzt. Die Bewohner sind überwiegend Landwirte und Handwerker.

In einer Dorfversammlung wurden wir herzlich begrüßt und nach meiner Mission gefragt. Nachdem ich erklärt hatte, dass ich mich für das Leben hier im Dorf und vor allem für die Frauen interessiere, gab man mir bereitwillig die Erlaubnis, Interviews zu führen und Fotos zu machen. Gleich darauf fragte mich Mensah, der Schreiner des Dorfes, ob ich helfen könnte eine Brücke über den Fluss zu bauen, denn diese sei dringend notwendig. Ich versprach eine Fundraising-Kampagne im Internet zu starten. Zurück in München musste ich aber zunächst einen Verein suchen, um Spenden sammeln zu können. Glücklicherweise traf ich Lothar und Marianne aus Fürstenfeldbruck, die Vorstände des Vereins Aktiv-für Afrika. Sie versprachen mir, mich tatkräftig zu unterstützen. Die beiden haben schon elf Jahre Erfahrung mit Selbsthilfeprojekten in Ghana. Sie haben bereits Brunnen, Solaranlagen und Wasserreservoirs für verschiedene Dörfer in der Voltaregion gebaut. Gemeinsam besuchten wir im Oktober 2019 das Dorf Ayeu noch einmal.

Die Bewohner von Ayeu haben sich riesig gefreut, als Marianne, Lothar und ich sie im Oktober 2019 noch einmal besucht haben. Lothar hat schon begonnen den Brückenbau ganz konkret zu planen. Eine Stelle am Fluß wurde gefunden, an der ein Bau gut möglich ist. Die Dorfbewohner versprachen, an der Ausarbeitung des Projekts unentgeltlich mit zu helfen. Schon am folgenden Donnerstag, dem allwöchentlichen Communal Labor Day, begannen die Männer, die Zufahrtswege zu roden und die Streckenlänge auszumessen. Die Metallbrücke müsste demnach eine Länge von 25 Meter haben. Mensah, der Schreiner, spricht gut Englisch und wurde zum direkten Ansprechpartner und Projektleiter des Dorfes ernannt. 

Ist bis Herbst 2020 genügend Geld zusammengekommen, kann die Brücke im Januar 2021 gebaut werden. 
Lothar wird die technische Bauleitung übernehmen. Marianne wird ihn dabei vor Ort tatkräftig unterstützen und Spender und Projektunterstützer auf dem Laufenden halten.



Unsere Motivation

· In der langen Überschwemmungszeit soll der Fluss überquert werden können. 

· Die medizinische Versorgung soll über das ganze Jahr  gewährleistet sein.

· Den Kindern soll ermöglicht werden die Schule durchgehend, ohne alljährliche Unterbrechung, besuchen zu können.

· Die Bauern können das ganze Jahr über Kakao ausliefern, Ernteerträge zum Markt bringen und ihren Lebensunterhalt verdienen.


Situation vor Ort

· In der Trockenzeit können die Kinder und Erwachsenen den Fluss Kua nur über Bretter und Felsen überqueren, um zur Schule oder zum Markt zu gelangen. 

· Die Kakaosäcke werden von den Bauern zu Fuß hinüber zur Straße getragen, damit sie dort vom Lastwagen abgeholt werden. 

· Doch in der oft vier Monate andauernden Regenzeit ist das alles meist nicht möglich und die Lebensbedingungen verschlechtern sich.

Details zur  Brücke

· In der Dorfversammlung wurde beschlossen, mit finanzieller und aktiver Unterstützung von Aktiv für Afrika e.V. eine Brücke zu bauen. 

· Die Brücke wird stabil und aus Metall konstruiert, vor Ort verschweißt, von selbstbetonierten Pfeilern unterstützt und im Felsboden verankert.

· Die Brücke wird in etwa eine Länge von 25 Metern haben.

 Sponsoren

FIVV Vermögensverwaltung


Rotary Club München - Solln